Querschläger - Kultband aus dem Lungau
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Liste aller Konzerte seit 1995

2000

Im Frühjahr 2000 starteten wir unsere "Ausgsteckt-Tour", sozusagen ein Greatest-Hits-Programm mit Schwerpunkt auf akustischen Instrumenten, ohne PA-Anlage. (Auch der Gesang wurde nicht verstärkt). Alle Konzerte dieser Reihe, die sich mit Unterbrechungen bis in den Oktober hinein erstreckte, waren ausverkauft, der Kontakt zum Publikum war wegen der nicht vorhandenen Verstärkeranlage noch direkter und näher und wir konnten so unsere Stärken - Spaß am Spielen, Eingehen auf die Leute, Transportieren von Stimmungslagen - noch besser umsetzten. Auch in einem unserer späteren "Wohnzimmer", nämlich dem Gerblsaal in Neumarkt, spielten wir bei dieser Tour zum ersten Mal.

Im Mai und Juni bereiteten wir unser nächstes großes Projekt vor: Gemeinsam mit der Tamsweger Theatergruppe MOKRIT und dem Regisseur Gerard Es erarbeiteten wir ein Stück des Lungauer Autors Mark Ubl, "Die Fabrik". Wir illustrierten das Stück während der Vorstellungen mit Musikstücken und Liedern live von der von unserem Multi-Talent Reinhard Simbürger entworfenen zweistöckigen Bühne. Das Theaterprojekt versuchte ein Stück Lungauer Geschichte, nämlich den Aufstieg, Höhepunkt und Fall der Papierfabrik Ramingstein zwischen 1901 und 1925 anhand von Arbeiterschicksalen zu illustrieren. Premiere war am 15. Juli am Originalschauplatz in Ramingsein. Das Projekt wurde ein überwältigender Erfolg. Alle Aufführungen im Sommer waren ausverkauft, eine Wiederaufnahme im Herbst wurde ins Auge gefaßt.

Gleich nach der letzten Vorstellung, sozusagen noch mit der Musik im Ohr, gingen wir ins Studio, um die Musik aufzunehmen. Unser Keyboarder und Cheftechnologe Franz Tannenberger hatte gerade rechtzeitig sein neues Studio, das Roabee-Welt-Studio in Bischofshofen eröffnet, und wir sperrten uns gleich 2 Tage lang (31. Juli, 1. August) darin ein, arbeiteten wie die verrückten uns spielten alle Aufnahmen für die Basic-Tracks der Theatersongs (auch die Gesangsspuren!!) live auf das Band. "Herr Franz" mischte unsere Geräusche im August dann noch grenzgenial ab, Reinhard und meine Wenigkeit enwickelten gemeinsam mit der Lungauer Medien-Werkstatt Spider Publications ein einzigartiges und sehenswertes Package (Cover und Booklet) und so war die Scheibe im Herbst  fertig und konnte (marketingtechnisch ideal) mit der Wiederaufnahme des Stückes am 20. Oktober präsentiert werden. Wir nannten unsere 4. Scheibe "Wssa va da Mur", nach jenem 2-teiligen Lied, das die Geschichte thematisch umklammert.

Das Theaterprojekt wurde mit dem Ferdinand-Eberherr-Preis ausgezeichnet, unsere CD bekam hervorragende Kritiken (siehe auch: Presseseite) , und so machten wir uns mit mächtig viel Rückenwind auf  Präsentations-Tournee, die - wieder einmal - ausverkauft war. Anfangs waren wir sehr gespannt, ob unser Publikum außerhalb des Lungaus den Schritt in die Lungauer Geschichte mitmachen würde, diese Sorgen machten wir uns aber umsonst. Die Konzerte der "Wssa va da Mur"-Reihe gehörten zum Schönsten, was wir mit den Querschlägern bisher erleben durften.

Und Weihnachten war letztes Jahr für uns schon am 8. Dezember: Im Rahmen des 20-Jahre HEH-Salzburg-Festes spielten wir  einen Konzert mit Josef  Hader vor 500 Leuten im Salzburger Stadtkino-Saal, als Zugabe sogar 2 Stücke gemeinsam. (In da Nchbarschft / Alls ws is).

Am 15.12. wurde im ORF die 40-Minuten-Sendung "Heimat Lungau/Das Land entern Tauern" ausgestrahlt, bei der wir eine zentrale Rolle als Themenverteiler spielten, außerdem waren gut 3/4 der Film-Musik von uns. (neben Jim Pepper, Barbara Thompson und Klaus Trabitsch!!) Die Sendung war in mehreren Teilen zwischen Juni und Oktober gedreht worden und beleuchtet einfühlsam den Lungau nicht nur als wunderschöne Natur- und Kulturlandschaft, sondern auch aus der Sicht verschiedener Lungauer verschiedenen Alters und verschiedener Berufe, die alle in ihren Bereichen versuchen, eigene neue Wege zu gehen. Der Film hat neben großer Zustimmung (via E-Mail aus ganz Österreich und sogar Deutschland) innerhalb des Lungaus auch Diskussionen ausgelöst, wer oder was den Lungau darstellen oder vertreten sollte oder könnte. Auch schön, wenigstens bewegt sich was..

Ich bin schon gespannt, was uns das nächste Jahr bringen wird. Eigentlich haben wir ausgemacht, daß wir es 2001 eher geruhsam angehen lassen wollen. Aber das haben wir und ja bisher schon öfters vergeblich vorgenommen......

Fritz, 1.1.2001

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